Rechenschwäche

Was versteht man unter Rechenschwäche oder Dyskalkulie?

63 oder 36? Zahlendreher und andere Schwierigkeiten

Wenn Mathematik Hausübungen zur Qual werden

Es ist Donnerstagabend, kurz vor Peters Bettzeit. Die letzte Stunde hat Peter mit seinem Papa für die Schule Mathematik Hausübung gemacht. 10 Aufgaben fehlen noch bis zum hart erarbeiteten Feierabend. Dass Peter zum x-ten Mal 63 sagt aber 36 schreibt, fällt seinem Vater schon fast nicht mehr auf. Als Peter aber nach einer sehr langen Nachdenkphase 19 - 16 = 30 notiert, reißt Papa der Geduldsfaden. Streit bricht aus, Peter weint. Papa ist frustriert: die letzten 3 Rechnungen nach dem gleichen Schema hatte Peter richtig gelöst, aber nun schon wieder so ein haarsträubender Fehler. Peter weiß ebenfalls nicht mehr weiter - Mathe macht einfach keinen Sinn. Die beiden einigen sich auf eine kurze Atempause. Die 8 noch zu lösenden Aufgaben fühlen sich für beide wie ein bevorstehender Marathon an.

Rechnet Ihr Kind fast ausschließlich mit den Fingern? Verdreht es oft die Zahlen und schreibt die Einer vor den Zehnern? Müssen Aufgaben wie 10+5 immer wieder neu ausgerechnet werden? Treten oft Schwierigkeiten bei komplexeren Zählübungen auf? Werden Messgrößen oft völlig unrealistisch eingeschätzt?

Möglicherweise liegt bei Ihrem Kind eine Rechenschwäche vor. Damit müssen Eltern und Kinder aber nicht alleine fertig werden.

Lassen Sie sich beraten!

Ein unverbindliches und kostenloses Beratungsgespräch kann bereits viele Fragen klären.

Häufige Fragen zu Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie

Das sollten Sie wissen

Was ist eine Rechenschwäche bzw. Dyskalkulie?

Beide Worte werden oft synonym verwendet. Darunter versteht man lange andauernde, erhebliche Schwierigkeiten beim Erwerb mathematischer Grundfähigkeiten. Eine Rechenschwäche ist keine Krankheit.

Woran erkenne ich eine Rechenschwäche bei meinem Kind?

Es gibt normalerweise kein einzelnes unverwechselbares Kennzeichen. Wenn Sie bei Ihrem Kind über längere Zeit eines oder mehrere der hier angeführten Phänomene wahrnehmen, könnten es Hinweise auf das Vorliegen einer Rechenschwäche sein:

  • Das Bearbeiten von Hausübungen bzw. das Mathematiklernen generell nimmt unangemessen viel Zeit in Anspruch. Lernaufwand und Ergebnis stehen in keinem günstigen Verhältnis.
  • Intensives Üben, Förderunterricht und evtl. sogar Nachhilfe bringen nur kurzfristig Erfolg. Nach kurzer Zeit ist das gesichert geglaubte Wissen wieder wie ausradiert.
  • Das Rechnen mit den Fingern wird auch mit Fortschreiten der Schullaufbahn nicht überwunden.
  • Das Kind hat bei Zwei- oder mehrstelligen Zahlen oft sogenannte "Zahlendreher". Das heißt es schreibt Zahlen so, wie sie es spricht: Vierundzwanzig wird dann als 42 verschriftet. Manchmal stehen Zahlendreher damit im Zusammenhang, dass das Kind zuerst die einer und dann die Zehner schreibt.
  • Das Kind kann nicht oder nur schwer erklären warum es einen Lösungsweg gewählt hat bzw. wie das Ergebnis zustande gekommen ist.
  • Bei Schätzaufgaben (zum Beispiel bei Themen wie Länge, Masse, Uhrzeit, etc.) werden oft völlig unrealistische Angaben gemacht.

Was kann ich tun, wenn ich bei meinem Kind eine Rechenschwäche vermute?

Eltern können ihren Kindern oft schon damit helfen, dass sie Verständnis für die Schwierigkeiten zeigen und Geduld beim gemeinsamen Lernen aufbringen. Auch Unterstützung bei der Lernorganisation und der störungsfreien Gestaltung des "Arbeitsplatzes" helfen, den Fokus auf das Wesentliche zu richten.

Eltern müssen aber nicht alles selbst lösen. Wenn Sie eine Lernschwäche wie z.B. eine Rechenschwäche bei Ihrem Kind vermuten, empfehlen wir, sowohl Kontakt mit den zuständigen Lehrkräften zu suchen als auch eine Beratung bei einem Fachexperten in Anspruch zu nehmen. Diese ist in vielen Fällen kostenlos und unverbindlich.

An wen kann ich mich bei Verdacht auf eine Rechenschwäche wenden?

Der Verein Scribmeticum hat sich zum Ziel gesetzt, von Lernschwächen betroffene Familien zu unterstützen. Daher vermitteln wir gerne Kontakt zu Fachexperten, an die Sie sich vertrauensvoll wenden können.

Was kostet Hilfe bei einer Rechenschwäche?

Das Angebot an Hilfestellungen ist vielfältig. Daher variiert der Preis von Anbieter zu Anbieter stark. Der Umfang der Betreuung, die fachliche Ausbildung der einzelnen Betreuer/Coaches/Therapeuten, das Umfeld in dem die Unterstützung angeboten wird (zuhause oder in einem Institut) beeinflussen die Kosten für die Unterstützung. Die preisliche Bandbreite geht von €25,- bis zu über €90,- pro Einheit.

Wer unterstützt betroffene Familien finanziell?

In unserem Nachbarland Deutschland werden wissenschaftlich fundierte Hilfen wie eine integrative Lerntherapie in vielen Bundesländern über das Jugendamt finanziert. In Österreich ist die Lage sehr unübersichtlich, aber in den allermeisten Fällen müssen Familien die Kosten für die Unterstützung ihrer von Lernschwächen betroffenen Kinder privat aufbringen.

Hier setzt der gemeinnützige Verein Scribmeticum an. Während wir daran arbeiten, eine öffentliche Finanzierung für alle in Österreich betroffenen Kinder und Familien zu erreichen, können wir dank der großzügigen Unterstützung unserer Sponsoren und Mitglieder eine eingeschränkte Anzahl an Familien auch finanziell unterstützen. Die Vergabe unserer Mittel erfolgt nach einem klaren Katalog sozialer Kriterien.

Wir sind gerne für Sie da!

Bei Verdacht auf eine Rechenschwäche vermitteln wir gerne eine unverbindliche Expertenberatung.

Adresse

Kremser Landstraße 2, 3100 St. Pölten
Ihre Nachricht wurde gesendet. Danke!