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Verein Scribmeticum
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"Verein zur Unterstützung von Menschen mit Lernschwächen"
ca. 3 min Lesedauer

Wir üben, üben, üben, aber es scheint nichts zu verbessern

Felix sitzt bei seiner Mama am Schoß und weint bitterlich: “Ich kann das nicht! Ich bin zu dumm dafür! Ich werde das niemals lernen.”

Felix ist 9 Jahre alt und leidet an einer Lese-Rechtschreib-Schwäche. Seine Mama erzählt: “Wir üben ein Wort auf einer A4 Seite. Er schreibt es die ganze Seite richtig auf. Dann drehe ich das Blatt um und er kann es wieder nicht. Am Anfang dachte ich er macht einen Scherz, bis ich feststellte, dass er es wirklich nicht weiß. Felix ist nicht dumm. Er kann sich auch toll konzentrieren, aber manche Dinge konnten ihm weder die Schule noch ich bisher vermitteln. Wir üben, üben, üben, üben, wir versuchen die Hausübungen zu lösen, aber für Felix ist das ein Misserfolgserlebnis nach dem anderen.”

Ich kann das nicht! Ich bin zu dumm dafür! Ich werde das niemals lernen.

Viele Eltern von Kindern mit Lernschwierigkeiten kennen diese oder ähnliche Situationen. Gerade jetzt sind diese Familien noch mehr gefordert. Führten doch vor Corona “nur” die Hausübungen zu zahlreichen Konflikten und frustrierenden Ereignissen in der Familie, so sind jetzt die Eltern für den gesamten Lernerfolg verantwortlich. Und das ist gerade bei Kindern mit Lernschwäche ist dies eine Herkulesaufgabe.

Wie kann man nun dieses Stress vermeiden oder zumindest reduzieren? Hier ein guter Ansatz einer Schulpsychologin:

https://www.duden-institute.de/Infothek/Informationsfilme/10265_Hausaufgaben_ohne_Stress.htm

Aus unserer Erfahrung mit Familien mit Kindern mit Lernschwächen ist es oft auch hilfreich, wenn Eltern darüber reflektieren, wie sie ihre Kindern abseits der fachlichen Themen beim Lernen unterstützen können:

1. Wie kann ich meinem Kind das Lernen erleichtern? (Stichwort: Ablenkung minimieren; einen fixen Arbeitsplatz einrichten; Lernzeiten wählen, zu denen sich das Kind ev. besser konzentrieren kann; Pausen planen; Bewegung einplanen)

2. Was kann mein Kind spielerisch lernen? (zB Umgang mit Geld, Masse-Einheiten durch Kuchen backen, Längenmaße durch abmessen der Wohnung,…)

3. Was kann ich als Mutter oder Vater zuhause überhaupt leisten? Oft ist es schwer sich einzugestehen, dass man als Elternteil nicht alles leisten kann. Expertenunterstützung von außen kann hier auf fachlicher wie auch emotionaler Ebene sehr wertvoll sein.

Gerade für Kinder mit Lernschwäche kann es sein, dass zu viel vom Gleichen (also z.B. Üben mit der falschen Lösungsstrategie im Kopf) eher kontraproduktiv ist. Wenn Eltern also bemerken, dass der Lernfortschritt trotz intensivster Unterstützung ausbleibt, ist eine fachliche Beratung bei einem Experten empfehlenswert. Diese ist oft unverbindlich und kostenlos.

An den Duden Instituten für Lerntherapie ist es uns besonders wichtig, Kindern in Zeiten der Coronavirus-Pandemie durch die Weiterführung der Lerntherapie eine Struktur beim Lernen und vielleicht auch ein Stück Normalität zurückgeben zu können. Auch für neue Interessenten stehen wir in diesen schwierigen Zeiten gerne mit unserem umfassenden Angebot zur Verfügung:

· Online-Beratungen

· Online-Elternabende

· Online-Diagnosen und

· Online-Lerntherapie

Gerade jetzt kann der richtige Zeitpunkt sein, mit einer Lerntherapie zu beginnen. Sie hilft Kindern mit Lernschwierigkeiten den Alltag zu Hause besser zu strukturieren und sie gibt auch Eltern Anleitungen für das richtige Üben zu Hause. Es ist auch eine Chance, in einem schwierigen Semester den Anschluss an den Regelunterricht nicht noch weiter zu verlieren oder die Zeit zu nutzen, diesen Anschluss wieder herzustellen.

Mag. Andrea Simson ist Institutsleiterin der Duden Institute für Lerntherapie in Wien und St. Pölten